Archiv für Kategorie Musik
KISS (Köpi Arena, Oberhausen)
Ich war nie ein KISS-Fan und werde wohl auch keiner mehr werden.
Für mich war alles etwas zu viel, zu viel Zunge raushängen lassen, zu viel Explosionen.
Bei den Soli offenbarte sich leider ein zu wenig an musikalischer Finesse.
Hemd zu kurz, sagt man hier.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass KISS langsam zur eigenen Karikatur verkommt.
Motörhead (Palladium, Köln)
Was soll man zu einem Lemmy-Konzert sonderlich schreiben? You get what you expect, und damit sind alle vollauf zufrieden. Lediglich die Auswahl der support acts sollte überdacht werden. Der W, aus meiner Sicht ein Totalsusfall. Dann doch lieber Haudegen aus der gleichen Altersklasse à la Saxon.
Depeche Mode (Köpi Arena, Oberhausen)
sehr gute Plätze, auf Bühnenhöhe, sehr guter sound, deutlich besser als LTU-Arena 2006, Stimmung gut, bis auf 3 Balladen war Gore eher lustlos, Freelove sehr gut, Fletcher war und fühlte sich wohl überflüssig, kommt das meiste vom Band?, sehr rocklastig mit teilweise sehr dominantem drummer, double-base bei einem dm-konzert!!
Sisters of Mercy & I LIKE TRAINS (E-Werk, Köln)
Oberstufenfete, Mensa des Hugo-Junkers-Gymnasium Ende der 80er:
Wo am Morgen Schüler in aller Ruhe ihre Kniften verzehren ist jetzt das Licht aus, dumpfe Sounds ziehen durch den Raum nur durch einen Stroboskop erleuchtet. Mehrheitlich schwarz gekleidete Oberstufenschüler mit toupierten Haaren bewegen sich wie in Trance wenige Schritte vor und zurück. “Totentanz” wie Deutschlehrer Marx treffend beschreibt.
Aufgelegt wird Front 242, Invisible Limits, Alien Sex Fiend und natürlich auch Sisters of Mercy.
Hätten wir es bloss bei der Erinnerung belassen, uns auf die Couch gelegt und dazu den ipod angeworfen.
Nur die Tatsache, dass die Karten ein Weihnachtsgeschenk meiner Frau waren, hält mich von einer detaillierten Beschreibung dieser Unverschämtheit ab.
Fazit: Nie wieder!
Fast einer Offenbarung gleich dagegen die Jungs von I LIKE TRAINS. Ihr düsterer Gitarrenrock klingt ehrlich, handgemacht und authentisch.
Grösser könnte der Kontrast zur Instant-Tütensuppen-Darbietung von Eldritch & Co. nicht sein.
Und jetzt höre ich auf mich aufzuregen.
Weitere Konzertkritiken
Köln.de
Konzerttagebuch
Setlist Sisters:
- Crash and burn
- Ribbons
- Train
- Alice
- Flood I
- Floorshow
- Anaconda
- Marian
- Susanne
- Arms
- Dominion
- Mother Russia
- Summer
- First and last and always
- This corrosion
- Flood II
ab hier dem Konzerttagebuch entnommen, da wir die Zugabe nicht mehr sehen wollten:
17: Something fast (Z)
18: Vision thing (Z)
19: Lucretia (Z)
20: Top Nite Out (instr.) (Z)
21: Temple of love (Z)
Almost Famous (2000)

Schon vor knappen acht Jahren im Kino ein Vergnügen. Nicht minder auf DVD.
Der 15jähriger Schülerzeitungsschreiberling William erhält vom renommierten Musikmagazin Rolling Stone den Auftrag, die aufstrebende Band Stillwater auf ihrer ersten grossen Tour zu begleiten.
Mit im Tourgepäck die bezaubernde Penny Lane (Kate Hudson, oskarnominiert) und weitere Groupies.
Im Folgenden entwickeln sich verschiedene Erzählstränge um das Themen erwachsen werden, erste Liebe und natürlich um die Eckpfeiler Sex, Drugs and Rockn’Roll.
Dabei bleibt der Film immer leicht und unterhaltsam.
Der Soundtrack ist sehr passend, trotzdem kommt die Musik etwas zu kurz, die “Auftritte” von Stillwater sind wenig überzeugend.
Daher nur
6.5/10
We are Motörhead (Phillipshalle, Düsseldorf)
Lemmy hat pünktlich zu Weihnachten wieder amtlich abgeliefert.
Dreckig, schnell, laut.
Hoffentlich haben die Damen und Herren vom Catering fürs nächste Mal gelernt, dass ein Motörhead-Konzert kein Abstinenzler-Treffen ist.
Setlist
- Iron Fist
- Stay Clean
- Be My Baby
- Rock Out
- Metropolis
- Over The Top
- One Night Stand
- I Got Mine
- The Thousand Names Of God
- Civil War
- Another Perfect Day
- In The Name of Tragedy
- Just ‘Cos You Got The Power
- Going To Brazil
- Killed by Death
- Bomber
Zugabe:
- Whorehouse Blues
- Ace of Spades
- Overkill