Haus Lange/ Haus Esters: Gursky 80-08


Der teuerste Fotograf ganz um die Ecke. “Das Ereignis für Krefeld – vielleicht sogar in der ganzen BRD”. Superlative noch und nöcher.
Gursky zeigt 140 Bilder aus seinem bisherigem Werk, teilweise unveröffentlicht.
Für den gewöhnlichen Hobbyknipser bleibt also nichts anderes als hin.
Jedoch nicht ganz ohne eine Portion Skepsis. Superlative und verbunde Erwartungen entpuppten sich des öfteren als hohl.
Mir kommt Waterworld in den Sinn, der erste Film mit einem 9-stelligen Dollarbudget und ansonsten ein grandioser Schwachsinn.
Dazu noch der Verriss von Gladbachs kultureller Blogger-Instanz Kelly.

Hilft alles nix, bei schneekaltem Wetter mit M. und T. aus Kölle auf den Weg gemacht.

Parkplatz direkt vor der Tür, keine versnobten Krefelder, insgesamt wenig los, die Architektur überzeugt, die Frisur hält.

An der Kasse folgen wir dem Hinweis oben anzufangen, also in chronologischer Reihenfolge die Bilder des Meisters zu betrachten. Hätte ich mir sparen können.

Ganz anders die beiden Erdgeschosse, Gursky scheint seinen Stil gefunden zu haben. Die Fotografien folgen einer Agenda und wirken weniger beliebig als die frühen Werke aus dem ersten Stock. Jedoch rauben die kleinen Formate einiges an Wirkung, die von Gursky gewählten Perspektiven verlangen nach wandfüllender Ausbelichtung. Die wenigen Grossformate belegen das eindeutig.

Insgesamt kein Foto-Waterworld, aber auch nicht Begeisterung pur.

Übrigens halten im Krefelder Kulturbetrieb Sitten Einzug, die mir bislang nur aus dem Fussballstadion bekannt waren, Gursky Top-Zuschlag i.H.v. 2€.

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  1. #1 von kelly am 25. November 2008 - 19:26

    “Kulturelle Blogger-Instanz” – da werde ich ja ganz rot. Zumindest scheint sich der Besuch für Euch gelohnt zu haben. Eine Einerseits-andererseits-Rezeption macht eine solche Ausstellung ja durchaus spannend.

(wird nicht veröffentlicht)