Saxon & Iced Earth (Live Music Hall, Köln)


Die letzte Begegnung mit Mr. Byfford war dank ausgezeichnet schlechter Getränkeversorgung in der Philipshalle nur von extrem kurzer Dauer. Ich hatte Saxon damals gar nicht richtig auf dem Zettel, sind die Studio-Alben doch nicht nach meinem Geschmack. Die Tophits Crusader, 747, Princess of the Night (alle auf der Setlist in Köln) sind zwar bekannt aber nicht präsent.

Nach den wenigen Fetzen Saxon in Düsseldorf stand fest, dass muss mal in voller Länge ins Ohr.

Zwischen mir und Saxon stand also nur noch Iced Earth, schlimm genug.
Die eisigen Jungs sind immer nur dann gut, wenn der Sänger Pause macht. Der Gesang von Matt Barlow will mit seinem übertriebenen Pathos überhaupt nicht zum stunpfen Gedresche seiner Mitspieler passen. Immer ein bischen zu langsam und aufgesetzt. Schade um die ansonsten gute Stimme.

Aber zum Glück kam nun Saxon.
Eine Spur weniger schnell aber wie aus einem Guss. Heavy Metal hält eindeutig jung. Nach Lemmy ist die Show von Biff der letzte Beweis. Die meisten 58-jährigen könnten sich wohl kaum so lange auf den Beinen halten, geschweige denn dazu auch noch singen. Einzig die Headbanger-Qualitäten lassen eine gewisse Dynamik vermissen.

Souverän und ganz Entertainer sein Umgang mit dem Publikum.
In Interaktion wurde die Setlist festgelegt, “OK, let’s play’m both”.
Ein schöner Kontrast zu dem oft üblichen Floskel-Gebrülle.

Nach schlechtem Auftakt also doch noch ein gelunger Abend.
Saxon immer wieder gerne, Iced Earth nicht.

Bericht bei Bloodchamber.
Video auf Youtube

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