Oberstufenfete, Mensa des Hugo-Junkers-Gymnasium Ende der 80er:
Wo am Morgen Schüler in aller Ruhe ihre Kniften verzehren ist jetzt das Licht aus, dumpfe Sounds ziehen durch den Raum nur durch einen Stroboskop erleuchtet. Mehrheitlich schwarz gekleidete Oberstufenschüler mit toupierten Haaren bewegen sich wie in Trance wenige Schritte vor und zurück. “Totentanz” wie Deutschlehrer Marx treffend beschreibt.
Aufgelegt wird Front 242, Invisible Limits, Alien Sex Fiend und natürlich auch Sisters of Mercy.
Hätten wir es bloss bei der Erinnerung belassen, uns auf die Couch gelegt und dazu den ipod angeworfen.
Nur die Tatsache, dass die Karten ein Weihnachtsgeschenk meiner Frau waren, hält mich von einer detaillierten Beschreibung dieser Unverschämtheit ab.
Fazit: Nie wieder!
Fast einer Offenbarung gleich dagegen die Jungs von I LIKE TRAINS. Ihr düsterer Gitarrenrock klingt ehrlich, handgemacht und authentisch.
Grösser könnte der Kontrast zur Instant-Tütensuppen-Darbietung von Eldritch & Co. nicht sein.
Und jetzt höre ich auf mich aufzuregen.
Weitere Konzertkritiken
Köln.de
Konzerttagebuch
Setlist Sisters:
- Crash and burn
- Ribbons
- Train
- Alice
- Flood I
- Floorshow
- Anaconda
- Marian
- Susanne
- Arms
- Dominion
- Mother Russia
- Summer
- First and last and always
- This corrosion
- Flood II
ab hier dem Konzerttagebuch entnommen, da wir die Zugabe nicht mehr sehen wollten:
17: Something fast (Z)
18: Vision thing (Z)
19: Lucretia (Z)
20: Top Nite Out (instr.) (Z)
21: Temple of love (Z)